'allo attac-kritiker.
Hier eine lose emailsammlung.
14.03.2006 19:49
- Liebe Freundinnen und
Freunde "auf dem Campus"!
-
-
Ich wundere mich schon
sehr über Euer Verständnis vom S t u d i u m, von
-
Uni usw., bzw.von den für
wichtig erachteten Fragen in der
-
gesellschaftlichen und
ökologischen Situation, in der wir uns alle
-
befinden!!!!!
-
-
Bitte bedenkt, worum es
eigentlich ging: Wir wollten nur hinweisen auf
-
eine Aktivität von
Gerold Schwarz, der auch den Zusammenhang von
-
Ökonomie und
Ökologie bei allen attac-Themen für wichtig hält!!!!
-
Dabei wurde auch die
uni-Liste angewählt, weil wir kritischen Leuten an
-
der Uni sehr viel
zutrauen!
-
-
Woher nehmen einige Leute
die Gewißheit, genau zu wissen, welche Themen
-
auf welche Listen gehören
und welche Überschneidungen mit anderen
-
Listen es nicht geben
darf???
-
Zusammenhänge, die
einigen nicht passen, müssen halt verboten (notfalls
-
"wegmoderiert")
werden?????
-
Eine andere Welt ist
möglich????????????????????????????????????????
-
?????????????????????????????????????????????????????????????????????
-
-
-
Freundliche Grüße
-
-
Jürgen Kruse
-
für die
-
attac-Gruppe Wendland
-
14.3.06
-
www.attac.de/wendland
-
T.: 05864-986 422
-
-
-
-
-------------------------aus
einem Schreiben in diesem Zusammenhang:
-
-
Es geht aber nicht darum,
das Atomthema nach vorn zu bringen, sondern um
-
die immer wieder bei
attac-Aktivitäten, Verlautbarungen etc.
-
fehlende ökologische
Perspektive und den unabdingbar notwendigen
-
Zusammenhang von Ökologie
und Ökonomie!!!
-
Darauf machen wir nicht
nur im Zusammenhang mit Atomprotesten immer
-
wieder aufmerksam. Denn
der Widerstand richtet sich
-
gegen die mächtigsten
Konzerne in diesem Staat und in Europa, die Ver-
-
und Entsorger, die
Energiekonzerne u.a. (die gleichzeitig auch die
-
Atommafia darstellen!)!
-
-
Doch leider gibt
-
es einige Leute, die
immer gleich mit der Zensurkeule drohen!
-
-
Außerdem
entschuldigt das nicht ignorantes Verhalten, Verschwinden bzw.
-
Nicht-Weiterleiten von
Texten etc. -ggf. mit dem Hinweis auf thematisch
-
nicht ganz saubere
Zuordnung!!!
-
J. Kruse
-
-
------------------------------------------------------------------
-
-
Bitte moderier ihn doch
weg...
-
Grüße,
-
Christiane
-
---------------------------------------
-
-
Philipp Jacks wrote:
-
-
>Hallo
liebe Uni-Liste,
-
>
-
>da
Jürgen, der noch nie bei attac Campus mitgearbeitet hat, ja nun
immer
-
>öfter
Mails über diese Liste verteilt, die nicht wirklich was mit Uni
zu
-
>tun
haben (andererseits dies ja auch keine thematisch geschlossene Liste
-
>ist),
möchte ich euch fragen, ob ihr sie weiterhin haben wollt, oder
ob
-
>ich
ihn auf moderiert setzen soll.
-
>
-
>Moderatorische
Grüße,
-
>Philipp
-
>
-
>-----------------------------------------------------------------------------------
-
Ich
lese mir das gerne durch!
-
-
Vielleicht
verstehen so ja ein paar Leute, dass es
-
durchaus
wichtig ist, Ökologie und Ökonomie und
-
soziale
Kämpfe gemeinsam anzugehen. So viele Mails
-
schreibt
er auch wieder nicht, da gibt es ganz andere
-
Kaliber,
die immer wieder was über die Liste schicken!
-
-
Also
Bitte nicht wegmoderieren-
-
-
Grüßle
-
-
Christoph
-
---------------------------------------------------------------------------------------
-
@Phillip
& Alle:
-
Ich
würde mich sehr freuen, wenn Jürgen Kruse auf moderiert
gesetzt
-
werden
könnte. Und zwar aus folgenden Gründen:
-
1.
Er verteilt gleichlautende Mails über viele Attac-Listen, durch
-
dieses
Crossposting bekommen wahrscheinlich viele seine Mails doppelt,
-
dreifach
und mehr.
-
2.
Es gibt Attac-Listen in die diese Mails thematisch sehr gut passen,
-
interessierte
werden sie dort finden und auch beachten. Sie zusätzlich
-
vor
allem in dieser geballten Ladung auf die Uniliste loszulassen trägt
-
nichts
zur Aufmerksamkeit bei.
-
3.
Sein STIL _ist_ SEHR AGRESSIV !!!!!!!!und
-
____AUFDRInGlIcH___!!!!!!!!!!
Ich habe den Eindruck, Jürgen würde Leute
-
gern
mit Emails zwingen seiner Meinung zu sein und zu tun was er für
-
richtig
hält. Schon aus diesem Grund hätte ich wahrscheinlich auch
gar
-
keine
Lust mit ihm an Aktionen im Real Life teilzunehmen.
-
-
@
Jürgen:
-
Na
klar ist Umweltpolitik wichtig. Aber die Art wie Du Aktionen
-
bewirbst,
hilft deiner Sache, die ja tatsächlich eine gute und
-
ehrenwerte
ist, nicht wirklich. Nur weil deine Mails auf AttacUni nicht
-
die
gewünschte Resonanz haben, heisst das ja nicht gleich, dass uns
-
allen
Umweltpolitik am Gesäß vorbeigeht. Nur, vielleicht sind
wir schon
-
in
lokale zusammenhänge eingebettet in denen wir aktiv sind, haben
grade
-
auch
andere Schwerpunkte oder sind vielleicht in einigen Punkten
-
tatsächlich
anderer Meinung. Vielleicht wäre es hilfreich, mal mit den
-
anderen
Leuten in deinen lokalen Zusammenhängen darüber zu reden,
wie
-
deine
Öffentlichkeitsarbeit effektiver und attraktiver werden kann.
-
Vielleicht
kann Dir auch eine behutsame Moderation (und da hab ich
-
vollstes
Vertrauen in unseren Mod) helfen einen besseren Stil zu finden
-
und
letztendlich alle Beteiligten zu einem besseren Verständnis
-
füreinander
bringen.
-
-
Peace
und nix für ungut,
-
-
Roman
-
--------------------------------------------------------------------------------
-
-
-
-
Es
geht aber auch anders:
-
-
-------------------------------
Wir haben uns bei Adolf bedankt für sein
-
konstruktives
Angebot und hoffen es nutzen zu können!:
-
-
-
-
Hallo
Jürgen,
-
-
solche
Aufforderungen sind ja immer schön, sie sollten aber auch
-
Umsetzung
finden.
-
Ich
schlage vor, daß Du/Ihr einen Workshop auf dem nächsten
Ratschlag dazu
-
anbietet.
Im Anhang der Aufruf zur Mitarbeit, der demnächst über die
-
Listen
geht.
-
Anmeldungen
kannst Du auch über mich machen.
-
-
mit
solidarischen Grüßen
-
-
Adolf
Riekenberg
-
IMI-Beirat
-
AG
Globalisierung und Krieg
-
Attac-Schorndorf
-
Nußbaumstr.
7
-
73553
Alfdorf
-
Telf.:
07182-49112
-
mobil:
0175-4254928
-
E-Mail:
buero@schweissen-sfi.de
-
E-Mail:
info@eu-verfassung.com
-
http://www.eu-verfassung.com
-
http://www.eu-verfassung.com/
-
Globalisierung
und Krieg: http://www.attac.de/globkrieg/
-
-
-
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------aber,
-
-
-
-
-
worum
geht es eigentlich?
-
>
-
>Jürgen
Kruse schrieb:
-
>
-
>
-
>>Liebe
Freundinnen und Freunde,
-
>>
-
>>wir
schreiben uns schon lange die Finger wund, _*um endlich bei attac
-
>>ein
vernetztes Denken, eine Verzahnung von Ökologie und Ökonomie
zu
-
>>erreichen*_!
-
>>Leider
sind unsere Aktionsvorschläge, Termine etc. in dieser Sache
-
>>häufig
in der attac-Zentrale in Frankfurt einfach "verschwunden",
-
>>zumindest
aber nicht im Internet (z.B. in der Terminliste!) eingestellt
-
>>worden
und viele mails sind nicht weitergeleitet worden.
-
>>
-
>>Wir
halten die von Gerold Schwarz angeregte _*immanente Berücksichtigung
-
>>der
ökologischen Auswirkungen neoliberaler Politik*_ -vor allem bei
der
-
>>Formulierung
gemeinsamer europäischer
-
>>Forderungen
und Strategien durch die attac-Gruppen!- für lange
-
>>überfällig!!!!!
-
>>Der
französische Atomwiderstand sollte sich nicht nur mit attac,
sondern
-
>>_*auch
mit den deutschen Anti-Atom-Initiativen eng vernetzen!*_
-
>>
-
>>In
diesem Zusammenhang -Proteste gegen EPR-Reaktor und WAA La Hague-
-
>>bitte
ich noch einmal darum, _*auch über attac*_ für eine
Teilnahme an
-
>>der
internationalen Demo und Kundgebung in Cherbourg am 15. und 16.
-
>>April
2006 _zu mobilisieren_!!! Wir wollen vom Wendland aus dort auch
-
>>teilnehmen
und unbedingt (mit französischen Atomkraftgegnern) _*und
-
>>mit
attac-Gruppen Kontakt
-
>>haben*_
und bitten hiermit um _*Vermittlung entsprechender Kontakte*_
-
>>(falls
möglich, zu Gruppen in der Nähe von Cherbourg!)!
-
>>Siehe
dazu: www.castor.de, www.bi-luechow-dannenberg.de,
-
>>www.stop-epr.org!!!!!!!!
-
>>
-
>>Freundliche
Grüße
-
>>
-
>>Jürgen
Kruse
-
>>Zieleitz
7
-
>>29479
Jameln
-
>>T.:
05864 - 986 422
-
>>wendanix@t-online.de
-
>>*www.attac.de/wendland
-
>>13.3.06
-
>>*---------------------------------------------------------------------------------------------------
-
>>
-
>>Hallo
alle zusammen,
-
>>
-
>>ich
war letzte Woche auf einer Art "Vortragsreise" in der
Normandie.
-
>>Vorrangig
ging es dort eigentlich um Bolkestein, und was wir in D
-
>>dagegen
machen wollen. Da aber Pierre Khalfa von attac F/Solidaires
-
>>ebenfalls
daran teilnahm und aus seinem wirklich umfassenden
-
>>Wissensschatz
referieren konnte, blieb da für mich eher wenig übrig, was
-
>>ich
noch beitragen konnte. Dies war auch deshalb gar nicht so schlecht,
-
>>weil
sich die frz. Freunde tatsächlich stärker für die
gegenwärtigen
-
>>allgemeinen
Entwicklungen in D interessierten als für die speziellen
-
>>Vorgänge
rund um Bolkestein.
-
>>
-
>>Dieses
Interesse hat insbesondere mit den gegenwärtigen
-
>>Auseinandersetzungen
um den sog. "contrat premier embauche" zu tun, also
-
>>den
"Ersteinstellungsvertrag", auch "CPE" genannt.
Durch diese Änderung
-
>>des
Arbeitsrechts fällt der Kündigungsschutz für
neuangestellte
-
>>Arbeitnehmer
unter 26 Jahren weg, da sie 2 Jahre lang ohne Angabe von
-
>>Gründen
einfach so gefeuert werden können. Als wäre das nicht
schon
-
>>genug
Provokation, versucht die frz. Regierung, in einer Art "Putsch
-
>>gegen
die eigenen Bevölkerung", das Gesetz hierüber unter
Umgehung des
-
>>Parlaments
in einer Art "Gesetzgebungsnotstand" (Art. 49-3 der frz.
-
>>Verfassung)
durchdrücken wird, und ihn in Anlehnung an den
-
>>Gesetzgebungsnotstand
der dt. Verfsasung (Art. 81 GG) als
-
>>Regierungserlass
umsetzt. In D ist hierüber immerhin eine gescheiterte
-
>>Vertrauenserklärung
erforderlich. In Frankreich wurde dieses Instrument
-
>>nach
meinem Informationsstand das letzte Mal 1968 zur Unterdrückung
der
-
>>Studentenproteste
eingesetzt. Ich nahm in Rouen, zusammen übrigens mit
-
>>dem
EU-verfassungskritischen Sozialisten Laurent Fabius, an einer der
-
>>lebhaften
frz. Demos gegen den "CPE" teil, die frankreichweit insg.
-
>>zwischen
700.000 und 1 Mio. Demonstranten mobilisieren konnten.
-
>>
-
>>In
Deutschland findet derzeit eine ähnliche Diskussion statt, bei
der es
-
>>allerdings
um die vollständige Schleifung des Kündigungsschutzes für
-
>>neue
Arbeitsverträge geht. Ich kann mir aber vorstellen, dass am
Ende
-
>>des
Verhandlungsprozesses ebenfalls eine auf junge Arbeitnehmer
-
>>beschränkte
Aushebelung des Kündigungsschutzes herauskommt, was dann
-
>>exakt
parallel zu den Entwicklungen in F wäre. Darauf weist auch
-
>>Dorothea
Hahn in ihrem heutigen Beitrag in der taz hin. Dorothea Hahns
-
>>Artikel
unterscheiden sich wohltuend von den scharfmacherischen
-
>>Wortstanzen
Daniela Weingärtners, die ansonsten aus Brüssel und Paris
-
>>für
die taz berichtet. Ich habe den Artikel unten angehängt (
Quelle:
-
>>http://www.taz.de/pt/2006/03/13/a0206.1/text
)
-
>>
-
>>Aufgrund
dieser Einschätzung habe ich bei meinem Vortrag vorgeschlagen,
-
>>das
Thema Sozialkahlschlag ("casse sociale") wie schon zu
Zeiten der dt.
-
>>Montagsdemos,
wieder zur europäischen Vernetzung des Widerstands zu
-
>>benutzen.
Problematisch dabei ist allerdings, dass die Akteure auf dt.
-
>>Seite
derzeit eigentlich anderweitig beschäftigt sind. Die
-
>>Gewerkschaften
z. B. befinden sich in einem fast schon existentiellen
-
>>Abwehrkampf
anlässlich der Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen
-
>>Dienst,
und die Studentenverbände lecken noch ihre Wunden aus den
-
>>Auseinandersetzungen
um Studiengebühren. Ich werde dennoch versuchen,
-
>>hier
einige Fäden zusammen zu bringen. Über jegliche Mithilfe
würde ich
-
>>mich
sehr freuen. Wenn also jemand Interesse hat, frz. Studenten oder
-
>>Attac-
oder Gewerkschafts-Aktivisten einzuladen, um über die
empörenden
-
>>Vorgänge
in Frankreich zu berichten, dann helfe ich da gerne weiter.
-
>>Umgekehrt
freuen sich die frz. Gruppen sehr darüber, wenn jemand aus D
-
>>über
die Streiks im öffentlichen Dienst, die Rentenkürzung
durch
-
>>Lebens-Arbeitszeitverlängerung,
die Kürzung der H. IV-Bezüge für
-
>>Arbeitslose
unter 26 bei Unterbringung außerhalb von "Hotel Mama"
oder
-
>>eben
die Diskussionen über die Schleifung des Kündigungsschutzes
-
>>berichten
würden. Auch hier vermittle ich gerne weiter.
-
>>
-
>>_*Daneben
war ich noch zu einer Vorbereitungsversammlung frz.
-
>>Atomkraftgegner
(JA, sowas gibt es!!!) eingeladen. Ich hatte schon die
-
>>ganze
Zeit das Gefühl, dass uns unsere konsequente Ausblendung
-
>>ökologischer
Fragen irgendwann auf die Füße fallen wird, und nun ist
es
-
>>soweit.
Wenngleich in D derzeit über die Laufzeitverlängerung
diskutiert
-
>>wird,
steht doch außer Frage, dass ein Reaktorneubau hierzulande
-
>>aufgrund
der massiven Ablehnung nicht in Frage kommt. Da nun aber der
-
>>EURATOM-Vertrag
die Subventionsmilliarden weiterhin exzessiv sprudeln
-
>>lässt
(die Atomsubventionen übersteigen die addierten Beihilfen
-
>>sämtlicher
anderer Energieformen!!!) und für Firmen wie Siemens einfach
-
>>zu
viel zu holen ist, als dass man sich die fette Beute entgehen lässt,
-
>>muss
der "Europäische Druckwasser-Reaktor nun halt in Cherbourg
in der
-
>>Normandie
gebaut. werden. Ich habe den versammelten "Anti-Nucléaires"
-
>>deshalb
erklärt, dass es sich auch bei ihrem Anliegen um ein
-
>>europäisiertes
Politikfeld handelt, und sie mit einem rein regional
-
>>ausgerichteten
Widerstand daher nur geringe Aussichten auf Erfolg haben
-
>>dürften.
Unsere frz. Atomkraft-Gegner würden sich deshalb sehr freuen,
-
>>wenn
sie aus von ihrem widerstandserprobten Nachbarn Unterstützung
-
>>erhielten,
und ich möchte auf diesem Weg dazu anregen sich
-
>>
-
>>1.)
zukünftig auch über die ökologischen Auswirkungen
neoliberaler
-
>>Politik
mehr Gedanken zu machen, und
-
>>2.)
nach Möglichkeit auch in diesem Politikfeld auf europäischer
Ebene
-
>>zu
engagieren.
-
>>
-
>>Die
Koordinatoren des frz. nationalen Nuklearwiderstands haben sich nun
-
>>mit
der Bitte um Hilfe an mich gewandt und ich geben deren Daten gerne
-
>>weiter.
-
>>*_
-
>>Mit
herzlichen Grüße wieder aus Hamburg
-
>>
-
>>Gerold
-
>>=========
-
>>
-
>>
-
>>
DIE FRANZÖSISCHEN PROTESTE GEGEN SOZIALABBAU GEHEN GANZ EUROPA
AN
-
>>
-
>>
-
>>
Die Sorbonne ist nur der Anfang
-
>>
-
>>Barrikaden,
Hörsaalbesetzungen und eine Stürmung der Sorbonne durch
-
>>Gendarmerie
und CRS - das hat es seit dem legendären Pariser Mai 68
-
>>nicht
mehr gegeben. Am Wochenende sind in Paris Dinge geschehen, die
-
>>Symbolwert
haben.
-
>>
-
>>Die
Bewegung der StudentInnen, die mehr als die Hälfte der 84
-
>>Universitäten
Frankreichs erfasst hat, könnte eine Wende in der
-
>>aktuellen
innenpolitischen französischen Lage markieren. Vordergründig
-
>>richten
sich die Proteste gegen das "CPE" - den "ersten
Arbeitsvertrag".
-
>>Wer
unter 25 Jahre alt ist, kann danach in den ersten beiden Jahren in
-
>>einem
neuen Job täglich und ohne Begründung entlassen werden.
Die rechte
-
>>Regierung
behauptet, so die Arbeitslosigkeit bekämpfen zu wollen. Die
-
>>französische
Linke sieht das "CPE" als Geschenk an die
UnternehmerInnen.
-
>>Es
erschwere den Jugendlichen nur den Einstieg ins Berufsleben. Als
habe
-
>>er
Öl ins Feuer schütten wollen, setzte Premierminister
Dominique de
-
>>Villepin
das Gesetz per Dekret in Kraft - ohne weitere Debatte und
-
>>Abstimmung.
Das ist zwar verfassungskonform, aber voller Verachtung für
-
>>die
gewählten Abgeordneten. Natürlich gibt es besondere
französische
-
>>Umstände:
eine hohe und lang anhaltende Jugendarbeitslosigkeit. Mehrere
-
>>im
Hauruckverfahren durchgeführte unpopuläre "soziale"
Gesetze. Und -
-
>>vor
allem - die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr, die
längst
-
>>alles
politische Handeln überschatten. Vorwahlkampfzeiten in
Frankreich
-
>>sind
Zeiten, in denen relativ kleine Anlässe gelegentlich zu großen
-
>>Effekten
führen.
-
>>
-
>>Dennoch
sollten sich die Regierungen der Nachbarländer keineswegs in
-
>>Sicherheit
wiegen. Denn die Proteste in Frankreich richten sich gegen
-
>>ein
Phänomen, das in der ganzen EU grassiert: den gesetzlich
-
>>organisierten
Abbau sozialer Sicherheit für die Beschäftigten bei
-
>>gleichzeitigen
Rekordgewinnen der großen Unternehmen. Mit dieser Politik
-
>>ist
die rechte Pariser Regierung in großer europäischer
Gesellschaft.
-
>>Gerade
deswegen könnte jenseits der französischen Grenzen auch
das
-
>>Beispiel
der Jugendlichen Schule machen.
-
>>
-
>>DOROTHEA
HAHN
-
>>
-
>>taz
vom 13.3.2006, S. 11, 46 Z. (Kommentar), DOROTHEA HAHN
-
>>
-
>>
@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@
23.05.2006 06:28
- Hallo,
-
- der Ratschlag in
Braunschweig und die erste darauf folgende Ratssitzung
-
sind vorbei; die Wogen
zumindest oberflächlich geglättet. Zeit also für
-
- eine - persönliche
- Stellungnahme zu einem Teil der Finanzdebatte, wie
-
er über die Liste
gruppendiskusssion geführt worden war:
-
- Die in formaler
Hinsicht überwiegend durchaus korrekten Erwiderungen aus
-
dem KoKreis auf
Vorhaltungen von Michael Kraus gingen meinem Eindruck
-
nach dennnoch allesamt in
orwell'scher Neusprech-Manier am Kern des
-
Problems vorbei, und
dieses Problem heißt "politisch motivierte
-
Machtkämpfe".
-
- Diese
Auseinandersetzungen sind quer durch Attac zu beobachten und
-
scheinen u.a. mit dem
soziologischen Alter des Netzwerks zu tun zu
-
haben. Sie finden in
zahlreichen Lokalgruppen statt; am deutlichsten
-
sichtbar und am
folgenreichsten für Attac sind sie aber innerhalb des
-
KoKreises, wo sie seit
längerem auch immer wieder diskutiert werden.
-
- Vor einigen Wochen
habe ich im KoKreis daher eine sehr zugespitzte
-
Problembeschreibung zur
Diskussion gestellt. Dieser Problembeschreibung
-
wurde von niemandem
widersprochen; sie wird darüber hinaus von einigen
-
explizit geteilt. Sie
lautet so:
-
- >
Dieser Kreis hat durch das unterschiedliche Verständnis seiner
-
>
AkteurInnen, was und wozu Attac sei, erstens ein grundsätzliches
-
>
Problem, das sich in fortwährenden, nicht zu übersehenden
Machtkämpfen
-
- >
niederschlägt. Diese Machtkämpfe werden auch denjenigen
aufgezwungen,
-
>
die daran gar nicht interessiert sind.
-
>
-
>
Er hat zweitens das sich daraus ergebende strukturelle Problem, dass
-
>
in dieser hegemonialen Auseinandersetzung ein unterschiedliches
-
>
Verständnis darüber herrscht, mit welchen Mitteln -
machtförmigen
-
>
oder konsensorientierten - diese Auseinandersetzung zu bestreiten
sei;
-
>
dies bei je nach politischem Herkunftszusammenhang systematisch
-
>
unterschiedlichen Fertigkeiten in der Anwendung machtförmiger
-
>
Kommunikationsformen bzw. in der Bereitschaft, diese überhaupt
-
>
einsetzen zu wollen.
-
>
-
>
Dieses ungelöste Problem beginnt mittlerweile, das Projekt
Attac
-
>
ernsthaft zu gefährden. "Der KoKreis ist inzwischen
Millionen
-
>
Lichtjahre vom übrigen Netzwerk unterwegs" - so lautet die
bislang
-
>
unwidersprochene Kurzfassung einer Bestandsaufnahme. Ohne
-
>
Koordinierung, zumal ohne inspirierende Koordinierung, die Attac als
-
>
bundesweit handlungsfähigen Akteur überhaupt erst
etabliert, wird
-
>
Attac unweigerlich stagnieren, wenn nicht gar nach und nach
zerfallen.
-
>
-
- Diese
Problemlage ist, wie bereits angemerkt, keinesfalls
-
kokreisspezifisch,
sondern auch in Lokalgruppen und in bundesweiten
-
Arbeitszusammenhängen
zu finden, teilweise mit bis in Einzelheiten
-
identischen
Handlungsmustern ganzer - jeweils verschiedener -
-
Personengruppen.
Die Lösungsansätze, die es für solche Problemlagen
-
gibt,
eignen sich dementsprechend prinzipiell auch für alle
betroffenen
-
Gruppen:
-
- *
Organisationsentwicklung:
-
Die
jeweils unausgesprochen bzw. undiskutiert für gültig
gehaltenen
-
Sichtweisen
darüber, wo Attac steht, was Attac ist, wozu seine
-
Bestandteile
taugen oder auch nicht, werden gezielt einer gemeinsamen
-
Bearbeitung
zugänglich gemacht (dazu gehört auch die "zielführende
-
Neuausrichtung
von Machtstrukturen in Teams").
-
*
Supervision:
-
Kann
z.B. die Teilnehmenden einer Sitzung über unangemessene
-
Kommunikationsformen
aufklären.
-
*
Mediation:
-
Anzusiedeln
in der Mitte zwischen Gerichtsverfahren und therapeutischen
-
Verfahren;
bietet daher die Möglichkeit, einerseits Verhaltensstandards
-
in
einer Gruppe verbindlich (!) zu vereinbaren; dies geschieht
-
andererseits
aber in einem geschützten Raum, der Einsicht in die
-
Komplexität
des jeweiligen Konflikts und in die jeweils eigene
-
Beteiligung
daran ermöglicht.
-
- Darüber
hinaus wird es voraussichtlich bei der Sommerakademie einen
-
mehrtägigen
Workshop geben, der u.a. den Impuls eines Vorschlags
-
(Rotationsprinzip)
aus Köln aufnehmen und weiterentwickeln wird. Es
-
besteht
also durchaus Hoffnung, dass wir insgesamt zu mehr als zu einem
-
bloßen
Formelkompromiss oder gar nur Friedhofsruhe kommen werden.
-
- Mit
optimistischen Grüßen,
-
Angelika
Shams